FAQ

Alles was Sie über Nanocap-IPOs wissen müssen.

Fakten

Der skandinavische Aktienmarkt für Wachstumsunternehmen als Vorbild

Der schwedische Aktienmarkt für Wachstumsunternehmen entstand bereits 1984, erlangte aber erst in den späten 1990er Jahren öffentliche Aufmerksamkeit. Parallel zu dieser Entwicklung wurden die gesetzlichen Bestimmungen verschärft, um die Qualität der börsennotierten Unternehmen zu verbessern, die Verifizierung sicherzustellen und die Transparenz zu erhöhen. Um diese Handelsplätze herum bildeten sich Ökosysteme, bestehend aus Nachrichtenagenturen, Analysefirmen, Online-Brokern und den Handelsplätzen selbst. Dies hat wesentlich dazu beigetragen, dem Aktienmarkt für Wachstumsunternehmen Glaubwürdigkeit bei den Anlegern zu verleihen. Heute wird diese Infrastruktur des Informationsflusses auch durch soziale Medien ergänzt, wodurch die Sicherheit für Anleger weiter erhöht wird.
Für schwedische Privatanleger ist es seit langem Standard, Wachstumsunternehmen als Teil ihres Portfolios zu handeln.

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Börsengehandelte Growth Companies in Schweden 2022
> 0 Mrd.€
Handelsvolumen im Jahr 2021
+ 0 %
Indexentwicklung 2019-2022
> 0 K
Aktive Investoren
0 Mio.€
Durchschnittliches IPO Volumen
F.A.Q

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Growth companies are characterized with an valuation at the IPO which is less than 25 M€.

An IPO provides access to a broad audience of investors while having a better cost-benefit ratio compared to common financing options

Companies with a strong IP situation, potential to scale and reached first commercial milestones are suitable for an IPO

The IPO process is characterized by a specific roadmap ranging for finance strategy definition to listing  at the stock market.

Aktienmarkt für Wachstumsunternehmen

Was ist ein "Aktienmarkt für Wachstumsunternehmen"

Der Begriff “Wachstumsunternehmen / Growth Company” hat in der Finanzbranche unterschiedliche Bedeutungen, und es ist daher wichtig zu verstehen, wie wir ihn definieren:

Die Unternehmensbewertung vor dem IPO beträgt weniger als 25 Mio.€
Der Emissionsbetrag für den IPO beträgt weniger als 5 Mio. €.

Der Aktienmarkt für Wachstumsunternehmen lässt sich am besten anhand des schwedischen Beispiels erklären, da Schweden sowohl bei der Zahl der börsennotierten Wachstumsunternehmen als auch bei der Zahl der Investoren in diese Unternehmen pro Person weltweit führend ist.

Scalania Growth Market FAQ
Der Listing-Prozess

Ihr Weg zum IPO

1

Bewerten Sie Ihr Unternehmen

2

Definieren Sie Ihre Strategie und Roadmap

3

Bereiten Sie den Börsengang vor

4

Vermarkten Sie das Angebot

5

Lassen Sie sich listen

Als #Nanocaps werden schnell wachsende Unternehmen bezeichnet, die sich jedoch noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Der Commercial Breakthrough sollte bei diesen Unternehmen bereits erreicht sein, der Financial Breakthrough jedoch noch bevorstehen. Eine einheitliche Definition der Begrifflichkeit existiert nicht. Als Nanocap gelten in unserem Verständnis solche Unternehmen,

  • die eine Unternehmensbewertung vor dem IPO (Pre-Money Valuation) von weniger als 25 Millionen Euro haben und
  • deren Emissionsbetrag für den IPO weniger als 5 Millionen Euro beträgt.

Gerade Unternehmen in einem solchen Wachstumsstadium haben bereits erste Finanzierungsoptionen ausgeschöpft und sind nun auf externes Kapital angewiesen. Genau an dieser Stelle kann ein Börsengang für Nanocaps Sinn ergeben.

Ein Initial Public Offering (IPO) beschreibt das erstmalige öffentlich handelbare Angebot von Wertpapieren eines Unternehmens in Form eines Börsengangs. Anteile des Unternehmens werden in den Streubesitz abgegeben, das Unternehmen erhält im Gegenzug neues Kapital. Die Anzahl der im Zuge des IPO ausgegeben Aktien bestimmt das Unternehmen selbst, in Abhängigkeit davon, wie viel Kapital benötigt wird. Im Anschluss an den IPO besteht weiterhin die Möglichkeit, bei neuem Kapitalbedarf auch weitere Aktien herauszugeben und so eine langfristige Finanzierung des Unternehmens zu gewährleisten.

Grundsätzlich sollte das Unternehmen den Kriterien eines Nanocaps entsprechen. Darüber hinaus sind vor allem die Art des Unternehmens, die Branche und die Entwicklungsphase sind entscheidend für einen erfolgreichen Börsengang.
Die folgenden Kriterien spielen bei der Entscheidung, ob ein IPO geeignet ist, eine Rolle:

  • Potential zu starkem Wachstum bei geringem Risiko
  • Ein Commercial Breakthrough wurde bereits erreicht
  • Das Management des Unternehmens ist zuverlässig und besitzt ausreichend Kompetenz
  • Das Unternehmen hat einen USP vorzuweisen, der schwierig nachahmbar sowie rechtlich geschützt ist
  • Das benötigte Kapital beträgt zwischen 500.000 und 5 Millionen Euro und wird in einem Zeitraum zwischen 6-12 Monaten benötigt

Die Vorteile eines Börsengangs bestehen zusammenfassend in:

+ Erreichen eines großen Investorenpublikums

+ Beibehaltung der Kontrolle über das Unternehmen

+ Wenig Aufwand bei weiteren Finanzierungsrunden

+ Einem höheren Bekanntheitsgrad

+ Einem objektiv messbaren und in Folge des IPO gesteigerten Unternehmenswerts

Nachteile eines Börsengangs bestehen in:

– Größerer Aufmerksamkeit und Transparenz zu Unternehmensaktivitäten (If you fail, you will fail publicly.)

– Zusätzlicher Aufwand für PR, Reportingpflichten, etc.

Für den Prozess zur Vorbereitung eines IPOs sollte ausreichend Zeit eingeplant werden, um nachhaltigen Erfolg zu garantieren. Zwischen der ersten Kontaktaufnahme bis zur Entscheidung, ob Ihr Unternehmen für einen IPO infrage kommt, benötigt es nur in etwa 4 Wochen. Ist die Entscheidung getroffen, erfolgt ein Roll-Out des Projektplans bis hin zum IPO. Dieser Zeitraum umfasst im Regelfall 6-12 Monate. Dementsprechend sollte auch der Kapitalbedarf eingeplant werden. Wird bereits im Vorhinein Kapital benötigt, gibt es verschiedene Möglichkeiten eines Bridge Financing oder Pre-IPOs, um kurzfristige Bedarfe zu decken.

Der Weg zum IPO umfasst viele Einzelschritte, die einen erfolgreiche Börsengang sicherstellen:

  1. Prüfung des konsultierenden Unternehmens, des Produktes und des betreffenden Marktumfelds
  2. Dry Run mit erfahrenen Nanocap-Investoren
  3. Detaillierte Due Diligence Prozesse (Management, Financial, Legal, Commercial)
  4. Roll-Out des Projektplans
  5. Aufbau einer Investment-Story, Wahl eines Marktplatzes, ggf. Bridge Financing
  6. Vorbereitung des IPOs samt Marktanalyse in DE/SE/DK, IPO Marketing
  7. Börsengang

Das durchlaufen dieser Prozessschritte dient nicht bloß der kurzfristigen Beschaffung neuen Kapitals, sondern vielmehr dem langfristigen Aufbau einer Finanzierungsstrategie.

Ist der geplante Zeitraum bis zum IPO zu lang und Kapital wird bereits früher benötigt, gibt es die Möglichkeit des Bridge Financing. Dieses Finanzierungsinstrument ermöglicht eine kurzfristige Kapitalbedarfsdeckung bis letztendlich der IPO und die damit einhergehende Finanzierung vollzogen ist.

Bridge Financing kann dabei unterschiedliche Formen annehmen:

  • Ein Kreditinstitut stellt die benötigte Summe in Form eines Darlehens dem Unternehmen zur Verfügung, welches nach erfolgtem IPO getilgt wird.
  • Investoren decken den offenen Kapitalbedarf und werden anstatt einer Tilgung der Summe durch ein Wandeldarlehen in Form von Aktien am Unternehmen ausbezahlt.
  • Aufnahme von Venture Debt, welches zum Teil durch Optionsscheine die Form einer Eigenkapitalkomponente enthält und bei gewissen Erfolgsparametern, dem Venture Debt-Geber Aktien zusichert.

Eine weitere Möglichkeit zur Überbrückung des Zeitraums bis zum IPO stellt ein Pre-IPO dar. Dies beschreibt eine Situation, in der ein privates Unternehmen bereits vor der Notierung Wertpapiere verkauft und somit Finanzierungslücken zur Weiterentwicklung schließen kann.

Entgegen der vorherrschenden Meinung der IPO sei ein finales Finanzierungsinstrument, ist ein IPO unserem Verständnis nach nur ein Element einer langfristigen Finanzierungsstrategie und lässt sich mit anderen Kapitalisierungsinstrumenten kombinieren. Der IPO und damit der Schritt zu einem öffentlich gehandelten Unternehmen ist der Türöffner für weitere attraktive Finanzierungsmöglichkeiten. Die mit einem Börsengang einhergehende öffentliche Aufmerksamkeit, breite Audienz an Investoren sowie der gesteigerte Unternehmenswert ermöglichen im Nachhinein den Zugang zu verschiedensten Kapitalisierungsinstrumenten. Neben der unkomplizierten Möglichkeit von weiteren Kapitalerhöhungen durch Ausgabe neuer Aktien oder Fundraising Aktivitäten, stehen dem Unternehmen auch zahlreiche Exit-Optionen zur Verfügung.

Generell orientieren sich die Vorgaben für einen IPO an Regularien des Handelsplatzes. In der Regel geben Unternehmen 10-25% der Unternehmensanteile in den Streubesitz, mit dem Ziel, den Kapitalbedarf für die folgenden 12 Monate zu decken. Ist der IPO erfolgt, können in Folge einer Kapitalerhöhung weitere Anteile des Unternehmens im Gegenzug für neues Kapital generiert werden. Die damit einhergehende Verwässerung ist dann abhängig von der Unternehmensperformance und kann gegebenenfalls durch ein Warrant-Programm ausgeglichen werden.

Im Zuge eines IPOs müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um den gesetzlichen Ansprüchen folgen zu leisten. Diese bestehen in:

  • Rechtsform – Voraussetzung für einen Börsengang ist die rechtliche Organisationsstruktur einer deutschen Aktiengesellschaft (AG)
  • Buchhaltungsform – Bilanzielle Buchhaltung nach den Standards K3 oder IFRS
  • Vorgaben zur Zusammenstellung des Aufsichtsrats – Mindestens vier Personen und mindestens einer dieser Personen muss geschäftlich sowie privat unabhängig von dem Unternehmen und seinen Eigentümern sein

Nach erfolgreichem IPO stehen Ihnen als öffentlich gehandeltes Unternehmen viele Möglichkeiten zur Verfügung. Allerdings müssen gemäß Gesetz auch rechtliche Regelungen eingehalten werden. Diese variieren nach Land und Marktplatz, auf dem Sie gelistet sind.

Grundsätzlich sind aber folgende Bestandteile eine Grundvoraussetzung:

  • Viertel-/ oder halbjährliche Veröffentlichung eines Finanzberichts (nicht auditiert)
  • Jährliche Veröffentlichung eines Geschäftsberichts
  • Jährliche Hauptversammlung
  • Bericht der jährlichen Hauptversammlung

IPOs für Nanocap-Unternehmen stellen in Abhängigkeit des Reifestatus ein sinnvolles Finanzierungsinstrument dar. Ein IPO macht vor allem dann Sinn, wenn ein Unternehmen bereits über den Seed-Reifestatus hinaus ist. Die Validierung der Geschäftsidee ist bereits abgeschlossen und Prototypen in Form eines Minimum Viable Products bestehen. Konkret heißt dies, dass der Commercial Breakthrough bereits erreicht wurde, der Financial Breakthrough aber noch bevor steht.

Finanzierungsoptionen in Form von Freunde und Familie, Unterstützung durch Inkubatoren sowie öffentlichen Einrichtungen sollten bereits ausgeschöpft sein. Des Weiteren sollte das IPO-Volumen minimal 500T Euro betragen. Grundsätzlich lässt sich festhalten: Je reifer das Unternehmen, desto größer das zu realisierende IPO Volumen.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass der IPO nur eine von vielen verschiedenen Kapitalisierungsoptionen darstellt und damit vielmehr als Startschuss für die weitere Entwicklung von Wachstumsunternehmen und nicht als abschließende Option gesehen werden sollte.

Während in Deutschland für Wachstumsunternehmen vor allem Finanzierungsmöglichkeiten in Form von Venture Capital oder Business Angels verwendet werden, bietet die SCALANIA AG als erstes deutsches Unternehmen die Möglichkeit, einen Börsengang nach schwedischem Vorbild als weitere Finanzierungsmöglichkeit an.

Diese innovative Art und Weise der Kapitalbeschaffung ermöglicht Nanocaps unter anderem den Zugang zu professionellen Investoren, Beibehaltung der Kontrolle über das Unternehmen und Wertsteigerung durch eine andauernde Weiterentwicklung des Unternehmens.

SCALANIA unterstützt Wachstumsunternehmen durch ein einzigartiges Netzwerks im nordischen Raum und der Erfahrung von mehr als 150 durchgeführten IPOs langfristig bei der Unternehmensentwicklung.

Ein Warrant ist das Recht – nicht aber die Verpflichtung – einen bestimmten Basiswert in einer vordefinierten Zeitperiode zu einem vorher festgelegtem Preis zu erwerben und folgt damit der grundsätzlichen Funktionsweise eines Optionsscheins. Für den Inhaber dieser Warrant-Option ergeben sich daraus folgend die Möglichkeiten, von dem Recht Gebrauch zu machen und die Option zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Im Gegensatz zu einer Aktienoption erteilt eine Warrant Option das Recht, einen Basiswert von einem Emittenten und nicht von einem andere Anleger zu erwerben.

Der Vorteil eines Warrant Programms aus Sicht des ausgebenden Unternehmens besteht darin, der mit einem IPO einhergehenden Verwässerung entgegenzuwirken und Autonomie am Unternehmen zurückzugewinnen. Darüber hinaus ist ein Warrant Programm nicht nur ein Finanzierungsinstrument für zukünftige Projekte, sondern bietet auch im Sinne eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms die Möglichkeit, Warrant-Optionen auf das Unternehmen zu erwerben. Dies kann entweder durch den Verkauf von Warrant-Optionen oder aber durch einen Plan, bei dem Mitarbeiter Warrant-Optionen erhalten, die auf ihre Arbeitsleistungen oder ihre Dienstzeit bei dem Unternehmen basieren, erfolgen. Dies kann in der Folge als Anreiz zu höherer Arbeitsleistungen bei den Mitarbeitern wirken, um durch einen gesteigerten Unternehmenswert Profite zu erzielen.

Im Vergleich zu alternativen Finanzierungsmöglichkeiten bietet ein IPO die Möglichkeit, ohne großen Kontrollverlust Kapital zu beschaffen und somit die Kontrolle über die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu bewahren.

Der Börsengang sorgt zwar dafür, dass Anteile des Unternehmens in Gegenzug für Kapitals an neue Inhaber verloren gehen, jedoch wird vor allem im Zuge der Warrant-Option nur ein prozentual geringer Anteil in den Streubesitz gegeben.

Grundsätzlich stellen alle drei Varianten ein Finanzierungsinstrument für Wachstumsunternehmen dar und unterstützen in der Folge Unternehmen bei der Entwicklung. Nichtsdestotrotz gibt es einige signifikante Unterschiede:

  • Während sowohl VCs als auch Family Offices über einen vorher definierten Zeitraum Anteilseigner am Unternehmen werden und somit die strategische Ausrichtung mitbestimmen können, teilen sich bei einem IPO die Unternehmensanteile auf eine deutliche größere Anzahl an Shareholdern auf, wodurch die Kontrolle durch die jetzigen Eigentümer bzw. Gründer vollständig beibehalten wird.
  • Ein IPO ermöglicht als Element einer Finanzierungsstrategie weiterhin den Zugang und eine exzellente Kombinierbarkeit mit diversen Kapitalisierungsinstrumenten.
  • VCs und Family Offices zeichnen sich meist nicht nur durch finanzielle, sondern auch strategische Unterstützung aus und bringen Kompetenzen in das Unternehmen.
  • Die Durchführung eines IPOs ist losgelöst von strategischen Entscheidungen, so dass Shareholder nicht von einem etwaigen Exit profitieren.

Sind die ersten Finanzierungsoptionen in Form von Bootstrapping, eines Pre-Seed Investments und gegebenenfalls eines Seed-Investments ausgeschöpft, bietet ein IPO Nanocap Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit, neues Kapital zu beschaffen. Besonders attraktiv an einem IPO ist die Möglichkeit, im Anschluss weiterhin vielfältige Finanzierungsoptionen zur Verfügung zu haben:

  • Eigenkapitalfinanzierung bspw. durch Kapitalerhöhungen 
  • Schuldscheindarlehen
  • Mezzanine-Kapital
  • Senior Debt
  • Darlehen
  • Beteiligungskapital
  • Privatplatzierungen

Ein IPO ist der Startschuss für weitere Finanzierungsrunden und somit die Grundlage für langfristiges Wachstum von Nanocap Unternehmen

Glossary

IPO

Initial Public Offering - Der erstmalige Börsengang eines Unternehmens und die damit einhergehende Ausgabe von öffentlich handelbaren Aktien

IM

Investment Memorandum - Unterlage, die zur Unternehmenspräsentation dient und vor allem für potenzielle Investoren bei M&A- oder Fundraising-Prozessen relevant ist

IOI

Indication of Interest - Nicht-bindende Interessensbekundung

LOI

Letter of Intent - Ausformulierte Absichtserklärung eines Unternehmens